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Gegenwind 245 - Juni 2009


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Nur noch peinlich!

Im Gegenwind 243 schrieben wir, dass es in Deutschland noch 3 Schulen gibt, die den Namen Agnes Miegels tragen. In der letzten Ausgabe mussten wir dann auf 2 korrigieren und nun ist klar: Ab dem 1. Februar 2010 wird es nur noch eine Schule in Deutschland geben, die den Namen Miegels trägt: Nämlich die in Wilhelmshaven!
Die Agnes-Miegel-Schule in Osnabrück wird dann den Namen der Pazifistin und ersten Trägerin des Friedensnobelpreises Bertha von Suttner tragen.
Wie schnell und einfach es ist, eine Umbenennung durchzuführen, hat der Rat auf seiner Sitzung am 19. Mai bewiesen, als er dem Gebäude der VHS und der Stadtbücherei den Namen Hans Beutz’ übertrug (Siehe Ratssplitter auf Seite 6).
Doch die Chancen, dass auch in Wilhelmshaven die Miegel-Verehrung bald der Vergangenheit angehört, stehen gar nicht schlecht.
So gibt es auch in der SPD Beschlüsse, die eine Umbenennung der Schule zum Ziel haben. Ein Hemmnis soll noch die angebliche Hoheit der Schule über ihren Namen sein (eine Begründung, auf die sich auch OB Menzel zurückzieht). Das ist natürlich Quatsch – hier können der Schulausschuss und die Stadt Wilhelmshaven als Schulträgerin durchaus tätig werden.
In Wilhelmshaven wird die Auseinandersetzung in den nächsten Wochen und Monaten mit Sicherheit an Schärfe und Intensität zunehmen.
Wir empfehlen der Schulleitung der Agnes-Miegel-Schule und auch den zuständigen städtischen Gremien, sich schon mal nach einem neuen Namen für die Schule umzusehen. (hk)

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Solidarität und Unterstützung
Die WATERKANT - Vierteljahres-Zeitschrift für "Umwelt + Mensch + Arbeit in der Nordseeregion" - wurde 1986 von der AKTIONSKONFERENZ NORDSEE (AKN), einer in Bremen ansässigen Meeresschutzorganisation, als Mitteilungsblatt gegründet. Nach mehr als 22 Jahren musste die AKN die Herausgeberschaft Ende 2008 jedoch aus finanziellen Gründen beenden. Die WATERKANT, vorwiegend verbreitet bei engagierten Nordsee- und Meeresschutz-Aktiven, Küsteninitiativen, größeren Umweltverbänden sowie Schifffahrtskreisen und maritimen wissenschaftlichen Einrichtungen, wird seit Januar 2009 herausgegeben vom Förderkreis »WATERKANT«, einem eigenständigen Verein (e.V. in Gründung), der von einigen langjährigen MitarbeiterInnen des Blattes getragen wird.
WATERKANT befasst sich nicht nur mit Naturschutz und Meeresforschung. Küstenstruktur- und Verkehrs-Politik sowie andere dringende gesellschaftliche Fragen finden bei uns ebenfalls ein Forum. WATERKANT ist nicht einäugig auf die Küste fixiert, sondern schaut auch ins Binnenland - und hin und wieder sogar in die weite Welt. Denn die Ursachen der akuten Probleme von Nordsee, Wattenmeer und Küstenregion sind oft nicht hier vor Ort zu suchen: Umweltzerstörung, gesundheitliche Schäden, Arbeitslosigkeit und soziales Elend haben in der Regel eine gemeinsame Ursache - sie sind Folgen des trotz Krise noch immer nahezu ungehemmten neoliberalen Wettbewerbs und der rücksichtslosen, globalen Jagd auf Ressourcen und Profite.
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Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat der städtischen Mauschelpolitik einen Riegel vorgeschoben. Dadurch, dass immer mehr städtische Verantwortlichkeiten in irgendwelchen Holdings oder anderen Konstruktionen verschwinden, wird auch den Ratsmitgliedern die Möglichkeit der Kontrolle über die Finanzen dieser Gesellschaften genommen. FDP-Ratsherr von Teichman gewann jetzt einen Rechtsstreit gegen OB Menzel: Dieser muss nun doch die Ratsmitglieder über die finanziellen Transaktionen der ausgegliederten Gesellschaften informieren. (hk)


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