Dem Führer!
Von der Feinde Fängen fast vernichtet,
Adler, seiner Schwingenkraft beraubt,
der auf Flug und Freiheit schon verzichtet,
lagst du, Deutschland, blutend und bestaubt,
- als sein großes Herz an dich geglaubt!
Aus dir, Volk, wie wenn die Nacht sich
lichtet,
Meereswoge hebt verhülltes Bild,
stieg er auf.
Und seines Namens Schild
Hat er schirmend vor dir aufgerichtet.
Neid hat er und Bruderhaß gestillt.
Unsere Herzen, hart von Not und Krieg,
hat mit seinen glühenden, glaubensvollen
Worten er durchpflügt wie Ackerschollen,
bis ein neuer Frühling aus uns stieg.
Unsre Stirnen, die so tief geneigt,
richteten sich auf bei seinem Nahn,
und wir sahn
wie Erwachende, von ihm gezeigt,
ew’ger Sterne Unvergänglichkeit
und das Frührot einer neuen Zeit.
Erde, wie ein Witwenschoß verdorrte,
mütterliche Erde, neu verehrt,
trug, verjüngt von seinem Worte,
Korn und Kinder.
Und er gab der Schönen
Herd und Spindel wieder.
Gab den Söhnen
Wieder aus vergessnem Väterhorte
In die Hand den Spaten und das Schwert!
Und er lehrte dich, o Volk, erkennen:
Du bist aller Zukunft Herz und Pfand!
Wenn aus deinem First die Flammen steigen,
wird des weißen Mannes Welt entbrennen,
wenn sich deine Sonnenfahnen neigen,
sinkt die Nacht über das Abendland! - -
Laß in deine Hand,
Führer! uns vor aller Welt bekennen:
Du und wir,
nie mehr zu trennen,
stehen ein
für unser Vaterland!