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Nachrichten Wilhelmshavens Bundestagsabgeordnete Gabriele Iwersen ist verärgert über „Falschmeldungen von der Elbemündung“ (WZ, 25.1.02), dass Verkehrsminister Bodewig sich angeblich geweigert habe, Geld für die Unterhaltsbaggerungen der Jade zur Verfügung zu stellen. Und Frau Iwersen hat natürlich Recht damit, dass die Baggerungen auf 18,50 Meter auch weiterhin Sache des Bundes sind, und auch damit, dass die Hafenflächen des geplanten Containerhafens „so dicht wie möglich an das Fahrwasser herangeschoben werden“. Nur, und jetzt wird’s für die JadeWeserPort AG teuer, muss das Jadefahrwasser verlegt werden. Es geht hier um 500 Hektar Fläche, die das Jadefahrwasser an den geplanten JadeWeserPort herangeführt werden muss. Und diese Baumaßnahme kostet inklusive der neuen Befeuerung 200 Millionen Mark. In den Schreiben von Minister Bodewig heißt es: „Es ist richtig, dass der Bund für den Bau und die Unterhaltung der dem allgemeinen Verkehr dienenden Bundeswasserstraßen zuständig ist, nicht aber für die Zufahrten zu den Umschlagsanlagen. Bei den Seewasserstraßen, zu denen die Jade zählt, beschränkt sich die Zuständigkeit (...) auf die vom Bund gekennzeichneten Schifffahrtswege. Der Stromhafen Jade-Weser-Port und seine Zufahrten fallen nicht hierunter. Insoweit hat das Land Niedersachsen im Rahmen seiner Planungs- und Finanzierungsverantwortung für den Tiefwasserhafen auch die Kosten der Zufahrt zu tragen.“ (Schreiben vom 18.10.2001) Und im Schreiben vom 8. Januar 2002 heißt es: „Da eine Verlegung des Jadefahrwassers ausschließlich durch den Bau des Tiefwasserhafens bedingt wäre, müsste die Planung und Finanzierung dieses Teilprojektes ebenfalls vom Land übernommen werden. Für eine Kostenbeteiligung des Bundes besteht auch hier keine Veranlassung.“ Als Spinner werden die Mitglieder der Bürgerinitiative „Bürger gegen den JadeWeserPort“ oft bezeichnet. Schließlich sind, so Oberbürgermeister Menzel nach der Septemberwahl, 96,4 % der Wilhelmshavener für den Bau des JadeWeserPorts. Berechnet er doch ganz einfach, dass alle Mitbürger, die für den Hafen sind, die Befürworterparteien (CDU, SPD, FDP, GRÜNE) gewählt haben. Nun ja, er meint natürlich nur die, die auch wirklich zur Wahl gegangen sind - und dieser kleine Fehler sei in diesem Fall verziehen. Folgen wir dieser Auffassung, bleibt die reine Mathematik, welche nach ganz einfachen Regeln funktioniert und in jedem Fall ein logisches Endergebnis liefert. Versuchen wir es doch einfach einmal: Es gab am 09. Sept. 2001 insgesamt 67.821 Wahlberechtigte in unserer Stadt. 32.029 davon haben den OB-Faktor erfüllt und die Befürworter-Parteien gewählt. Nur, wie können das über 90 % der Wilhelmshavener sein? Für einen normal begabten Menschen ergeben sich daraus lediglich 47,22 %. Unsicherheitsfaktoren in dieser Rechnung sind lediglich die ungültigen Stimmen mit 1,07 %. 35.067 (51,7 %) haben den OB-Faktor nicht erfüllt und erklären sich damit, wieder der OB-Annahme gefolgt, als Hafengegner. Über 6.000 „Bekennende Hafengegner“ haben sich in den Unterschriftensammlungen der BI geoutet. Das ist keine Hypothese, das ist nachweisbar. (BI) Gründung der Initiative „Mündige Bürger Wilhelmshaven“ (MBW). Die Initiative MBW hat sich aus der „Initiative Bürgerversammlung“ gebildet. Ziele der Initiative sind die Stärkung der Demokratie und „Bürgerorientierung“ der Stadtpolitik in Wilhelmshaven. Dies erfordert eine Neubestimmung der Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Entsprechende Ziele wurden auch in der „Leipziger Resolution für die Stadt der Zukunft“ vom Deutschen Städtetag im Mai 2001 mit Vertretern aus Wilhelmshaven verabschiedet. In Wilhelmshaven ist in Politik (Rat) und Verwaltung derzeit die Akzeptanz zur Umsetzung der Resolution noch nicht zu erkennen. Dies möchten wir ändern. Gesellschaftlich und politisch Interessierte sind zum Mitmachen eingeladen. Schreiben Sie uns! Wir wollen den Bürgerwillen ins Rathaus tragen. Im März 2002 planen wir eine erste öffentliche Informationsveranstaltung. („Mündige Bürger Wilhelmshaven“, Postfach 1934, 26359 Wilhelmshaven; e-mail: MB-WHV@gmx.de) „Ich liebe das Meer wie meine Seele“ Heinz-Josef Kaspar, vielen WilhelmshavenerInnen als langjähriges Mitglied der Landesbühne bekannt, stellt am 26. Februar im Wattenmeerhaus sein neuestes Literaturprogramm vor. Es verspricht einen besonderen Abend für alle, für die Wasser nicht nur zum Trinken da ist. Kaspar, der vor Jahren mit einem "Schiller-Abend" national und international auf sich aufmerksam machte, mit "Mensch Goethe" diesen Weg weiter verfolgte, ist heute ein Botschafter deutscher Kultur und Gast in vielen Ländern. So zeigte er seine Programme bereits in China, Südkorea, Japan, Russland, Polen, Rumänien, Jugoslawien, Slowakei, Bosnien-Herzegowina und der Schweiz. Auftritte in England, Argentinien und Chile werden in diesem Jahr folgen. Gastgeber waren und sind Deutsche Auslandsvertretungen, Goethe-Institute, deutsche und internationale Schulen im Ausland sowie die deutschen Minderheiten in den betreffenden Ländern. "Ich liebe das Meer wie meine Seele" ist eine Liebeserklärung an die See mit Texten von H. Heine, T. Storm, Schiller & Goethe, C. Morgenstern, F. Güll, J. Krüss, O. Ernst, E. Hemingway und anderen AutorInnen. Dienstag, 26.2.2002, um 20.00 Uhr im Wattenmeerhaus, Tel. 04421/91070.
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