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NACHRICHTEN Twister- eine Deutsche Disco Im Sander Gewerbegebiet eröffnete vor geraumer Zeit eine neue Diskothek, das "Twister", in den Räumlichkeiten des ehemaligen "Watt". Neue Discos sind eine Bereicherung des kulturellen Lebens in den Abendstunden und in der Nacht. Sie sind Treffpunkt der Jugend und der Junggebliebenen und multikultureller Schmelztiegel. Das trifft auch auf das "Twister" zu. Beinahe zumindestens. Denn nichts ist es mit einem multikulturellen Schmelztiegel in Sande. Für ausländische Mitbürger bleibt die Tür der Disco verschlossen. Sie haben keinen Zutritt! Jede/r BesucherIn, der in irgendeiner Weise "ausländisches" Aussehen hat, muss dem Sicherheitspersonal an der Tür seinen Pass vorlegen. Befindet sich auf dem Deckel des Passes kein Bundesadler, bleibt den meisten dieser Besucher der Eintritt verwehrt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der potenzielle Gast in einer Gruppe von "germanisch" aussehenden Gästen den Tanzsaal betreten will, alleine oder mit gleichen Freunden auftritt. Amüsieren ist dann nicht angesagt. Selbst ausländischen Marinern, die in Wilhelmshaven zu Gast sind, wird die Tür vor der Nase zugeschlagen. Nur wer den Türstehern persönlich bekannt ist, hat eine Chance auf Einlass. Doch das sind bei einer neuen Disko natürlich die Wenigsten. Gerechtfertigt wird dieses rassistische Verhalten der Geschäftsführung damit, dass es schon einmal "Ärger mit Ausländern gegeben hat". Eine Begründung ist dies allerdings nicht. So kommt es dann, das sich alle Nichtdeutschen in den umliegenden Diskotheken treffen und sich schon mit den Worten "Na, auch nicht ins Twister gekommen?" begrüßen. In allen anderen Discos in Wilhelmshaven und Umland haben ausländische Mitbürger unbeschränkten Zutritt. Natürlich gibt es auch mal Ärger, aber der wird von Menschen aller Nationalitäten angezettelt und ist kein "Ausländerproblem". (ft) Trostpflaster Walter Heide, 6 Jahre und 5 Monate für die SPD im Rat der Stadt, und Wolfgang Hilse, 10 Jahre SPD-Ratsmitglied, wurden von ihren Ortsvereinen (Mitte und Altengroden) von der Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 15. September 1996 gestrichen bzw. erst gar nicht aufgenommen. Genosse Heide, der lange Zeit dem Ortsverein Mitte vorgestanden hatte, kandidierte bei der Jahreshauptversammlung 1996 nicht mehr für dieses Amt. Sein Nachfolger wurde Arend-Roland Rath, der Piraten-Gastronom vom Südstrand. Mehr als erstaunt war Heide jedoch, als er bei den weiteren Wahlen in seinem Ortsverein nicht einmal mehr zum Beisitzer gewählt wurde und, noch schlimmer, nicht als Delegierter für den Unterbezirkstag nominiert wurde. Bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz fehlte sein Name bei den vorgeschlagenen Kandidaten seines Ortsvereins. Ähnlich erging es dem Genossen Wolfgang Hilse. Der Ortsverein Altengroden nominierte für diese Wahl gleich zwei Kandidaten, den langjährigen Ratsherrn Hilse und Frau Margit Stoermer als Neukandidatin. Sie wurde - wegen der Quote - auf Platz zwei der Wahlliste gesetzt. Den Spitzenplatz beanspruchte Norbert Schmidt wegen seiner Funktion als UB-Vorsitzender. So rutschte Hilse auf den aussichtslosen 5. Platz. Zwar versuchte Hilse beim Parteitag doch noch eine Änderung zu erreichen, doch seine Mitgenossen ließen ihn kalt abblitzen. Vergrätzt gab er alle Parteifunktionen ab. Doch die Partei vergisst ihre Abgemeierten nicht. Beide wurden jetzt für das Amt als ehrenamtliche Richter beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg vorgeschlagen. Vielleicht als einen kleinen Trost für entgangene Sitzungsgelder? (red) Sorry! In der letzten Ausgabe ist uns ein Fehler unterlaufen. In unserem Artikel "Diskriminierung und Isolierung" berichteten wir über die Einführung von Einkaufsgutscheinen für Asylsuchende in Wilhelmshaven, und dabei hat die Verfasserin die Geldbeträge nach oben korrigiert. Wir hatten geschrieben: "Alleinlebende Erwachsene erhalten 440 DM in Gutscheinen und 80 DM bar; die anderern Erwachsenen 390 + 80 DM. Acht- bis 15jährige bekommen 350 DM in Gutscheinen und 40 DM bar, und für unter Achtjährige gibt es 260 + 40 DM." Tatsächlich erhalten die betreffenden Menschen 440 DM (390 DM) incl. 80 DM bar bzw. 350 DM (260 DM) incl. 40 DM bar. Das Sozialamt wies uns darauf hin, dass die von uns genannten Beträge schon fast so hoch wären wie die Sozialhilfeleistungen für die "normalen" SozialhilfeempfängerInnen. So ist das ja nicht! (noa) Der dümmste Spruch Unter vielen ausgewählt wurde diesmal Susanne Mose, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Wilhelmshaven-Süd. Von der WZ wurde sie nach ihrer Meinung zur CSU-Unterschriftenaktion zur doppelten Staatsbürgerschaft befragt. Mose: Die doppelte Staatsangehörigkeit sei "eigentlich nicht möglich. Man kann nicht zwei Herren dienen." (WZ, 9.1.99) Vermisst wurden Vertreter/innen der Stadt auf dem Neujahrsempfang der Perspektive. Eineinhalb Jahrzehnte schon trägt der Verein, überwiegend aus eigener (finanzieller und personeller) Kraft, unübersehbar zum gern und viel gelobten Freizeitwert dieser Stadt bei. Mittlerweile hat er viele Aufgaben übernommen, die das (hoch subventionierte) Pumpwerk mit seinem jetzigen Konzept nicht mehr leisten kann, z. B. kulturell und gesellschaftlich interessierten und engagierten Gruppen einen festen Treffpunkt zu bieten, oder kleine, aber feine Kulturveranstaltungen kostenlos bzw. zu erschwinglichen Eintritts- und Getränkepreisen für jedes Portemonnaie anzubieten. Vielleicht sollte sich die Perspektive aufs Karnickelzüchten verlegen - auf Pressefotos der Rammlerfans lacht ja immer gern ein offizielles Gesicht. (iz) Leserbrief Zum Artikel "Wie unbequem darf ein Sozialdemokrat sein" Gegenwind Nr. 149 Hallo Gegenwind-Redaktion, Ohne auf den Inhalt des obigen Berichtes eingehen zu wollen will ich auf einen "Fauxpas" in dem Bericht hinweisen, den ich für mehr als peinlich halte und bei dem Ihr Euch überlegen solltet, wie Ihr dieses richtigstellt, nein nach meiner Meinung sogar zugeben müßt, das ihr - sicherlich habt Ihr diese Information erhalten - sehr unseriös recherchiert habt. Warum schreibe ich - auch als Mitglied des SPD-Ortsvereins Fedderwardergroden-Himmelreich das? Wie fast zum Schluß des Berichts zu lesen ist war Horst Simmersbach 2 Amtsperioden 2. Vorsitzender des Ortsvereins Fedderwardergroden unter dem verstorbenen Walter Goldmann. Und hier beginnt die große Peinlichkeit: 1.) Walter Goldmann war nie Vorsitzender 2.) Walter Goldmann ist nicht verstorben und lebt immer noch in Fedderwardergroden 3.) Vorsitzender war sein verstorbener Bruder und langjähriges Ratsmitglied Werner Goldmann Also, unbequem sein ja, aber richtig recherchieren sollte man trotzdem dabei. Was soll Walter Goldmann und besonders seine Familie nur denken, wenn sie diesen Teil Eures Berichts lesen. Oder macht Ihr das unter dem bekannten Mootto: "Totgesagte leben länger? - Trotzdem - Peinlich für die Angehörigen und die Leser die das besser wissen. Das mußte ich Euch einfach mal sagen. Gruß Wilfrid Adam Wir entschuldigen uns für diese Namensverwechslung und wünschen Herrn Walter Goldmann ein langes Leben. Veranstaltungen, Aktivitäten, Treffen Es muss nicht immer ICE CREAM sein -hot jazz mit den SEAPORT STOMPERS Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Seaport Stompers. Es wurde in den Jahren viel experimentiert in Sachen Stil und Besetzung. Nach einer letzten Umbesetzung ist ein Sound entstanden, der mit den Anfängen nichts mehr gemein hat. Ein Saxophon und ein kräftig geblasenes Cornett geben vorn den Ton an. Im Rhythmus besticht das vielseitige Percussiongerät. Als Basis wird ein Waschbrett gestrichen, Akzente setzen Zusatzteile aus Holz und Messing. Das Tenorbanjo und der geblasene Bass ergänzen die stabile Rhythmussektion. Diese interessante Kombination von Instrumenten macht die Musik der ,,STOMPERS" zu einem Klangerlebnis besonderer Art. Neben einigen Jazzstandards und ,,Dauerbrennern", die in das Repertoire einer Jazzband gehören, haben die SEAPORT STOMPERS mit Titeln der 20er und 30er Jahre ein nicht alltägliches Programm. Arm-strong, Morton, Ellington, Beiderbecke, Oliver oder Bechet sind nur einige der Komponisten, deren Stücke die Band neu arrangiert hat und mit viel Gefühl interpretiert. Es erinnert an die gute alte Zeit des Ballroom-Jazz, tanzbarer Jazz. Bei Norddeutschen Jazz-Treffen in Osnabrück, Bad Nenndorf oder Borkum, bei unzähligen Clubgastspielen, Parties und vielen anderen Gelegenheiten bewiesen die SEAPORT STOMPERS, dass es nicht immer nur ,,Ice cream" sein muss. ,,Sie sind wie ein guter roter Wein, je älter, desto besser". Die SEAPORT STOMPERS spielen in neuer Besetzung. Das Konzert mit den SEAPORT STOMPERS findet am Freitag, dem 22. Januar um 20.30 Uhr in der PERSPEKTIVE, Schellingstr. 21 statt. USA - Hüter der Menschenrechte? Unter diesem Motto startet ai in Wilhelmshaven und bundesweit in das neue Jahr. In ihrer Selbstdarstellung präsentieren sich die USA seit vielen Jahren als ,,Weltmeister" beim Eintreten für die Rechte und Freiheiten des Einzelnen und die Durchsetzung des Ideals der Menschenrechte für Alle. Worte müssen sich jedoch an Taten messen lassen und die USA haben im eigenen Land versagt. Permanente unrühmliche Ereignisse sind z.B. Folterungen und Misshandlungen an Gefangenen und Kindern hinter Gittern. Wer ai bei seinen Kampagnen unterstützen will, kann jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat in der PERSPEKTIVE, Freiligrath-/ Ecke Schellingstr. 21, mitarbeiten. Tauschringaktivitäten auch im Jahr 1999 Der Tauschring arbeitet auch 1999 unter dem Motto - ,,Ohne Moos - gehts los" oder ,,Tauschen statt kaufen". Mitglieder und Interessierte treffen sich wieder ab dem 6. Januar jeden 1. Mittwoch im Monat. Ebenso ist das Tauschringbüro wieder jeden Mittwoch von 19-21 Uhr in der PERSPEKTIVE, Freiligrath-/ Schellingstr. 21 besetzt. Die vor zweieinhalb Jahren gegründete Initiative hat sich recht schnell entwickelt, so dass auch gute Kontakte zu anderen Tausch-Vereinigungen bestehen. Der Tauschring hat seine Dienst- und Sachleistungsangebote erweitert, welches sicherlich nicht nur die Mitglieder, sondern auch Gäste interessieren wird. Künstlerstammtisch trifft sich in der PERSPEKTIVE Auch im neuem Jahr werden sich Künstler aus Wilhelmshaven und Friesland zu ihrem monatlichen Künstlerstammtisch zusammenfinden. Der nächste Termin ist Donnerstag, der 28. Januar, um 20.00 Uhr in der PERSPEKTIVE. Arbeitsthemen sind die Kunstwoche 1999 und die EXPO-Beteiligung für 2000. Mit Marx und Engels ins nächste Jahrtausend? "Das Manifest heute - 150 Jahre Kapitalismuskritik" ist der Titel des Buches, das im Februar in der "Lesestube" vorgestellt wird: TheoretikerInnen aus aller Welt diskutieren die Aktualität des Kommunistischen Manifestes. "Wir wollen das Buch lesen und darüber diskutieren" lautet das Angebot der "Lesestube", das sich an alle gesellschaftlich interessierten und engagierten Menschen aus Wilhelmshaven und umzu richtet. Buchvorstellung: Dienstag, 9.2.1999, um 20 Uhr in der "Lesestube", Markststr. 149. Weitere Termine nach gemeinsamer Absprache. Kindermitmachtheater geht weiter Jeden Sonntag ab 15.30 Uhr treffen sich in der PERSPEKTIVE Kinder von 6 - 13 Jahren, um das inzwischen entworfene Theaterstück einzustudieren oder an den Kulissen und Kostümen, die für die Aufführung benötigt werden, zu bauen oder zu nähen. Kinder, die noch mitspielen oder Eltern, die beim Kulissenbau und Kostümenähen helfen wollen, können einfach ab Sonntag, dem 10. Januar hereinschnuppern. Für Material und ein Pausengetränk werden pro Kind 3,00 DM erhoben.
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