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Verspätet erscheint diese Ausgabe des GEGENWIND, weil wir in finanziellen Problemen steckten. Da der Gegenwind keine Schulden machen darf, mußten wir uns erst einmal wieder eine solide finanzielle Grundlage verschaffen. Wir nutzten die Zeit, um Fördermitglieder zu werben und um neue Anzeigenkunden zu gewinnen. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt. Besonders bedanken wollen wir uns bei denen, die uns mit einmaligen Spenden wieder auf die Beine halfen. Um unsere Abhängigkeit von den Anzeigeneinnahmen zu verringern, brauchen wir noch viele Fördermitglieder – darum die Beitrittserklärung auf dieser Seite ausfüllen und an den Gegenwind schicken. (red)Auf der Sitzung des Kulturausschusses teilte der DGB-Kreisvorsitzende Manfred Klöpper mit, daß das Wihelmshavener Antifa-Bündnis und der DGB die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944" nach Wilhelmshaven holen möchte. Ein solches Vorhaben kann natürlich nicht von den beiden Organisationen allein realisiert werden. Darum bat Klöpper um Unterstützung der Stadt. Als möglichen Termin nannte er 1999 oder 2000 - bis dahin ist die Ausstellung auch ausgebucht. Das wäre doch ein Knüller für die EXPO! (hk)Mummenschanz mit Fritz und Friesen Kaum ist in Wilhelmshaven der alte Kaiser rehabilitiert und wieder auf den Sockel gestellt worden, macht das Beispiel Schule. In Ostfriesland ist 1997 zum Jahr der Preußen ausgerufen worden. Ein Bremer Schauspieler wird vom 11.-20.7.als König Friedrich mit Roß und Reitern und Wagen auf Tournee durch die ostfriesische Fremdenverkehrs-Region geschickt. In Esens beispielsweise werden ihn Bürgermeister und Rat am 16.7. um 10.30 Uhr kostümiert empfangen. Der Karneval scheint hier doch sehr zu fehlen. Die OstfriesenZeitung (29.1.97) hat unter der teil-ironischen Überschrift „Die Königstreuen sammeln sich schon" empfohlen, Seiner Majestät ein Theaterstückchen über den damaligen „Gesangbuchstreit" vorzuspielen. „Der Pöbel rottete sich zusammen und bedrohte sogar den Pastor". Wenige Jahre später fand eine Revolution statt, in Frankreich, und nicht wegen Gesangbüchern. Was fehlt auf dieser Reise, das ist zum Beispiel die Vorführung eines Spießrutenlaufs, an denen sich Seine Majestät so gerne ergötzte, vielleicht gerade nach einem unterhaltsamen philosophischen Plauderstündchen mit Herrn Voltaire. Die Gestraften überlebten in den seltensten Fällen. Eine weitere Attraktion könnte das Nasen- und Ohren-Abschneiden bei Deserteuren sein, das Friedrich zwischendurch auch schon mal außer Kraft gesetzt hatte. In Emden wird mit Hochdruck daran gearbeitet, daß die Abdrücke der beiden Figuren des „Großen Kurfürsten" und des zweiten Friedrich fertigwerden und an ihrem alten Ort (bis 1945), im Stadtgarten, in unmittelbarer Nähe des Rathauses (jetzt „Ostfriesisches Landesmuseum") in Anwesenheit Seiner Majestät wiederaufgestellt werden können. Nach dem 2.Weltkrieg hatte Emden sie vor die Tür, an die Knock, gesetzt. Nun steht also ihre Verdoppelung bevor. "In schlechten Zeiten rasseln die Säbel" - nicht nur in Wilhelmshaven. (iz) Von unserem Ostfriesland-Korrespondenten liegt zur Rückkehr des alten Fritz ein ganzseitiger Text vor, den wir leider aus Platz- gründen in dieser Ausgabe nicht unterbringen konnten. InteressentenInnen können bei uns einen Sonderdruck erhalten. Ausgestanden schien das "Hoffen und Bangen" beim CVJM (vgl. GEGENWIND 140), als im Mai aus dem Landesarbeitsamt verlautete, es gehe nach dem laufenden Lehrgang mit der gleichen Teilnehmerzahl wie immer weiter, es werde nur 5 % weniger dafür bezahlt als bislang. Der CVJM-Vorsitzende Aufermann ließ sich sogar dazu hinreißen, gegenüber der WZ zu äußern, das sei "ein Klacks". Ganz so einfach ist das aber nicht: Da die Personalkosten den weitaus größten Teil der Gesamtkosten ausmachen und die Sachkosten schon in den vergangenen Jahren möglichst gering gehalten worden sind, bleibt abzuwarten, wie die 5%ige Einsparung verwirklicht wird. (noa)
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